gillout.com präsentiert euch jeden Tag einen Film der European Outdoor Film Tour 2011/2012, die derzeit durch Österreich tourt und am 26.11.2011 eine Zwischenstop in Graz macht. Wir verlosen an alle Facebook-Fans die den Artikel kommentieren und an einen Freund weitersenden 4×2 Karten für die Graz Termine der EOFT. Heute:

Outside The Box – A Female Tale
Während eines Wettkampfs die Nerven zu bewahren, das kann Anna Stöhr wie keine andere. Nicht umsonst ist sie seit dem 17. Juli 2011 Weltmeisterin im Bouldern. Auch Juliane Wurm, die Drittplazierte in diesem Jahr lässt sich nicht so leicht unterkriegen. Was passiert aber, wenn sich zwei der talentiertesten Boulderinnen zum ersten Mal im Rissklettern in Utah ausprobieren? Auf jeden Fall geht es nicht ganz ohne Blessuren ab.

Ganz allein müssen sich die Beiden nicht auf vollkommen unbekanntes Terrain begeben. In den USA treffen sie auf Lynn Hill, die in den 80er Jahren eine der besten Wettkampfkletterinnen der Welt war und Anna und Juliane die neue Klettertechnik am Castleton Tower in Utah beibringen soll. „Sie hat soviel Erfahrung und hat schon so viele verschiedene Sachen gemacht, die ich noch gar nicht ausprobiert haben. Sie kann bestimmt viel erzählen“ sagt Juliane vor ihrem ersten Treffen mit Lynn. Auch Anna hat Respekt: „Sie war die erste Frau, die die Nose frei geklettert ist. Das hat ihr mehr als zehn Jahre keiner nachgemacht – auch kein Mann. Aber nicht nur deswegen. Sie ist einfach eine Legende.“

Am Castleton Tower treffen zwei verschiedene Generationen von Kletterinnen auf einander. Auf der einen Seite Lynn, die schon kletterte, bevor Julian und Anna überhaupt laufen gelernt hatten und auf der anderen Seite die beiden Boulderinnnen, die meistens in der Halle trainieren und keine Erfahrung im trad climbing besitzen. „Lynn steigt alles vor, sonst wäre es wahrscheinlich wirklich zu gefährlich, wenn wir da die Sicherungen legen und eigentlich keine Ahnung davon haben. Wir sind schon genug mit dem Rissklettern an sich beschäftigt, da müssen wir nicht auch noch Sorgen machen, dass wir halb draufgehen, nur weil die Sicherungen nicht richtig platziert haben“, erklärt Juliane.

Ganz ungefährlich wird es dann am Ende aber doch nicht, weil während der letzten Seillänge ein schweres Gewitter über dem Tower aufzieht. Die Luft ist elektrisch geladen, Blitze zucken. Es ist das, was die Amerikaner als „epic“ bezeichnen – und das worauf Juliane und Anna liebend gern verzichtet hätten!

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