
Der stetige Anstieg der Einwohnerzahlen in Großstädten und die Verdrängung landwirtschaftlich nutzbarer Flächen macht eine nachhaltige Versorgung der Bevölkerung mit biologisch angebauten Lebensmitteln so gut wie unmöglich, obwohl sich gerade in Großstädten immer mehr Menschen nach natürlichen Nahrungsmitteln und einem naturverbundenerem Leben sehnen.
Designer Jung Min Nam zeigt mit seinem Projekt "Urban Farm, Urban Epicenter" wohin dieser Wunsch führen könnte. Durch Hochhäuser mit einer Mischung aus Büroflächen, Wohnungen und Anbauflächen für Nahrungsmittel könnten nicht nur die Transportwege für frische Lebensmittel, und damit der CO2-Ausstoß, wegfallen, sondern auch eine Art urbanes Landleben geschaffen werden.
Neben der Einsparung von Energie für den Transport wäre auch eine Symbiose aus Lebens- und Arbeitsraum und den Anbauflächen möglich. So könnte das Abwasser der Gebäude aufbereitet und für die Bewässerung der Anbauflächen genutzt werden. Die natürliche Luftreinigungsfunktion der Pflanzen würde sich außerdem positiv auf die Luftqualität in den Städten auswirken und könnte Großstädtern ein entspannteres und gesünderes Leben im Einlang mit der Natur ermöglichen.



